Archiv für die Kategorie 'Fakten'

Tibet als echtes autonomes Gebiet Teil von China?

Montag, 25.12.2006

Was viele schon längst befürchtet geahnt habe, wird nun langsam aber sicher Wirklichkeit. Der Dalai Lama schwenkt auf einen neuen (friedlichen) Kurs ein. In Delhi hat der Dalai Lama laut baz (Basler Zeitung - Basel,Schweiz) am Sonntag verkündet, Tibet sei an einem Verbleib in China interessiert:

Tibet laut Dalai Lama an Verbleib in China interessiert
Delhi. SDA/Reuters/baz. Der Dalai Lama hat das Interesse der Tibeter am Verbleib in der Volksrepublik China bekundet. Voraussetzung sei aber die Autonomie für seine Landsleute, sagte das geistliche Oberhaupt der Tibeter am Sonntag in Delhi.

Es liegt in unserem Interesse, Teil der Volksrepublik China zu bleiben“, sagte der seit einem gescheiterten Aufstand im indischen Exil lebende Dalai Lama. China sei eine aufstrebende Wirtschaftsmacht. Das komme auch Tibet zu Gute.

Die Autonomie sei allerdings die Grundlage dafür, dass die Tibeter ihre Kultur bewahren könnten. Er habe auch keine Vorbehalte gegen eine wirtschaftliche Modernisierung seiner Heimat, sagte der Träger des Friedensnobelpreises. China hatte das Land im Himalaya 1950 besetzt und betrachtet den Dalai Lama als Separatisten.

Quelle: baz.ch

Im Grunde genommen auch die einzige Möglichkeit, die Situation noch zu Lebzeiten Tenzin Gyatsos zu klären. Zu lange hat das Ringen um die Selbstständigkeit Tibets angedauert und zu wenig wurde erreicht. Mehr und mehr “unterwandern” die Chinesen die Tibetischen Traditionen und in weiteren 50 Jahren wird keiner mehr das sein, der sie aus eigenem Wissen wiederbeleben könnte. Selbst der Dalai Lama wird älter und ist in seiner derzeitigen Inkarnation nicht unsterblich.

Erschwerend kommt sicherlich auch noch hinzu, das wir es nach dem Ableben des 14. Dalai Lama mit zwei Nachfolgern (einer ausserhalb Tibets und einem innerhalb Tibets gefundenen Reinkarnation) zu tun haben werden - China wird sich ganz gewiss nicht die Möglichkeit nehmen lassen, auch an diesem Punkt der Geschichte einzugreifen und einen geeigneten “Nachfolger” selbst zu bestimmen suchen.

Jahresbericht des US-State Department 2006 zur Religionsfreiheit in aller Welt

Montag, 11.12.2006

Das US-Außenministerium äußerte sich in seinem “Bericht zur Internationalen Religionsfreiheit 2006″ besorgt über die Lage der Religionsfreiheit in Tibet, in Xinjiang und in China im allgemeinen. Der aktuelle achte Bericht, der im September vom Büro für Demokratie, Menschenrechte und Arbeit veröffentlicht wurde, behandelt den Zeitraum vom 1. Juli 2005 bis zum 30. Juni 2006.

[…]

Zu Tibet heißt es in dem Bericht: “Die chinesische Regierung hielt an ihrer strengen Kontrolle der Religionsausübung und der Andachtsstätten in den tibetischen Gebieten fest. Obwohl die Behörden viele traditionelle religiöse Praktiken und öffentliche Manifestationen des Glaubens gestatteten, unterbanden sie unverzüglich und gewaltsam andere Aktivitäten, die sie als Vehikel von politischem Dissens oder der Unterstützung von Unabhängigkeitsbestrebungen betrachten, wie z.B. religiöse Aktivitäten, die mit der Verehrung des Dalai Lama zu tun haben, der von der Regierung als “Separatist” bezeichnet wird.

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Erfolgreicher Abschluss der Tibetischen Kunst-Ausstellung in Essen

Dienstag, 28.11.2006

In den gut drei Monaten der Ausstellungszeit konnte die Villa Hügel über 195.000 Besucher verzeichnen. Damit zählt die Präsentation von rund 150 bis zu 1500 Jahre alten religiösen Kunstwerken aus tibetischen Klöstern und Palästen zu den erfolgreichsten Projekten der Kulturstiftung Ruhr seit ihrer Gründung 1984.

Beeindruckend ist die Konversionsrate des Katalogs: Über 9% der Besucher kauften eines der 18.000 immerhin sechshundert seitenumfassenden Exemplare und sorgten damit für einen Ausverkauf des Katalogs.

Die Tibetische Kunst-Ausstellung ist ab Februar 2007 für weitere drei Monate im Museum für Ostasiatische Kunst in Berlin-Dahlem zu sehen..

Quelle: Kunstmarkt.com / Johannes Sander

Der Dalai Lama ist Schirmherr von “Stories of Faith”

Freitag, 24.11.2006

Der Dalai Lama hat als Friedensbotschafter die Schirmherrschaft für das internationale Medienprojekt „Stories of Faith“ übernommen. Seine Heiligkeit unterstützt „Stories of Faith“, das „aus einer Reihe von Filmen und Büchern über die fünf Hauptweltreligionen besteht, um gegenseitige Toleranz unter den verschiedenen Religionen zu fördern“. Initiiert wurde das Projekt von deutschen Filmproduzenten, die das Vorhaben mit fünf Large-Format Spielfilmen über Begegnungen mit der jüdischen, christlichen, muslimischen, buddhistischen und hinduistischen Kultur sowie einem abendfüllenden Kinofilm entwickelt haben. Das 100 Millionen US Dollar-Vorhaben, das in Irland/Dublin produziert wird, soll vor allem jugendlichen Zuschauern weltweit die Scheu vor fremden Religionen und Kulturen nehmen.

Zur Motivation ist folgendes zu lesen:

Für den Umgang zwischen Menschen unterschiedlicher Kultur- und Wertesysteme, betont der Dalai Lama, seien „Vertrauen und Respekt“ unerlässlich. Der Glaube stehe in engem Zusammenhang mit Gottvertrauen und sei Grundlage jeder Religion. Trotzdem müsse jeder Einzelne, egal welcher Religion er angehöre, mit den Mitgliedern anderer Glaubensrichtungen respektvoll umgehen. Es sei wichtig, dass ein Projekt, das diese Toleranz gerade unter jungen Menschen fördere, zustande kommt.

Quelle: Dalai Lama wird Schirmherr des “Stories of Faith” Projektes

Weitere Links zum Thema: Stories of Faith

Bestnote für Tibet-Ausstellung

Freitag, 24.11.2006

Nur noch 2 Tage Zeit zum Besuch der Tibetischen Kunst-Ausstellung 19.8. bis 26.11.2006 in Essen. Laut einer Umfrage des Regionalverbandes Ruhr sind die Besucher begeistert:

Bestnoten für die Tibet-Ausstellung in der Villa Hügel

Hervorragende Noten gaben die Besucher der jetzt auslaufenden Ausstellung „Tibet – Klöster öffnen ihre Schatzkammern“ in der Villa Hügel Essen. Eine begleitende Umfrage des Regionalverbandes Ruhr (RVR) ermittelte eine Gesamtnote von 1,7 in der Gäste-Einschätzung.

82 Prozent betrachteten die Schau als kulturelles Aushängeschild für die ganze Region, 77 Prozent bescheinigten ihr gar internationalen Rang. Vor allem die Qualität der Exponate sowie die Konzeption und Gestaltung der Ausstellung hinterließen offenbar nachhaltigen Eindruck.

Quelle: MARL Aktuell